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O.Ö. Nachrichten-Online-27.7.2010

Gottfried Kraft war Träger des Silb. Ehrenzeichens
Gottfried Kraft war Träger des Silb. Ehrenzeichens der Marktgemeinde Mauthausen.

Dienstag, 27. Juli 2010
Oberösterreich
Gottfried Kraft: Homepage zum Gedenken an „idealen Vater“
Eine Homepage vom Sohn zum Gedenken an den idealen Vater

MAUTHAUSEN. Bodenständig, einer der die Tradition hoch gehalten hat und seinen Garten über alles liebte. Das war Gottfried Kraft senior. Seinen 82. Geburtstag zu erleben war dem bis zuletzt aktiven Mauthausener nicht mehr gegönnt. Trotz seines fortgeschrittenen Alters kam sein Tod schnell und plötzlich - zu plötzlich.

Gottfried Kraft junior kann es noch immer kaum fassen: „Im April hat er mit meiner Mutter noch Diamantene Hochzeit gefeiert. Er hatte noch so viel vor und jetzt gibt es ihn nicht mehr“. Innerhalb von 18 Tagen hat sich das Leben der Familie Kraft komplett verändert. Ein aggressiver Krebs kostete dem 81-Jährigen zweifachen Vater und dreifachen Großvater das Leben.

Eine eigene Homepage hat Sohn Gottfried dem Vater gewidmet – zur Erinnerung und auch aus tiefer Dankbarkeit. „Er war eine ideale Vaterfigur, einfach ein Vorbild für mich.“ Konsequent in seiner Einstellung, sei sein Vater gewesen, darauf bedacht, sich immer ein eigenes Urteil von den Menschen zu bilden und nie jemanden vorzuverurteilen. So plötzlich war die Krankheit ausgebrochen, dass sich viele Bekannte und Freunde nicht mehr von ihm verabschieden konnten. Sie können es nun auf www.gottfriedkraft.com. Ein Kondolenzbuch ist ebenso eingerichtet wie ein Lebenslauf verfasst und seine letzten Tage dokumentiert.

Große Anteilnahme

Nicht zuletzt die 1492 Einträge auf der Homepage zeugen von der Beliebtheit und Bekanntheit des Gottfried Kraft. Die Mauthausener kannten ihn als geselligen Menschen. Mehr als 30 Jahre lang war Kraft Obmann des „Sparvereins zur Gemütlichkeit“ in Mauthausen. Die Stadtgemeinde dankte es ihm mit der Verleihung des „Silbernen Ehrenzeichens“.

Das Leben des Gottfried Kraft war nicht immer ein einfaches. Als Sohn einer Arbeiterfamilie in Mauthausen geboren wächst er mit drei Geschwistern auf. Mit 16 Jahren musste er in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges einrücken. Vier seiner Schulkameraden starben direkt neben ihm im Schützengraben im oberen Mühlviertel.

Sein beruflicher Weg begann mit einer Fassbinderlehre, gefolgt von Jahren als Bierführer-Beifahrer bei der Linzer Brauerei. Das letzte Jahrzehnt vor seiner Pensionierung arbeitete Gottfried Kraft als Hauswart in der Bundeshandelsakademie in Linz. Die Freizeit und die Pension verbrachte der Rentner in seinem geliebten Garten. „Der Ziergarten war einfach sein ein und alles.“

Danke!

Vielen Dank den Oberösterreichischen Nachrichten für den schönen Artikel in der Ausgabe vom 27.7.2010 (Roswitha Fitzinger).

Damit konnten viele Menschen die den Verstorbenen kannten aber in der kurzen Zeit an den Trauerfeierlichkeiten nicht teilnehmen konnten sich noch einmal über das Medium Presse bzw. digital durch die Online-Webseiten einen Überblick verschaffen.

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